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Kirche am Ort
Herzlich willkommen
auf der Homepage des Katholischen Dekanats Ehingen-Ulm.

In Kirchengemeinden und katholischen Einrichtungen zeigt sich ein lebendiges und vielfältiges Zeugnis christlichen Lebens in unserer Zeit. Wir hoffen, dass Sie die Informationen, die Sie suchen, schnell und gut finden.

 
Dr. Wolfgang Steffel, Dekanatsreferent


Dekanatsprogramm 2021


Online-Reihe „Was ist Wahrheit?“

Im Treffpunkt Christsein des Dekanats Ehingen-Ulm geht es an fünf Abenden um die legendäre und zeitlos aktuelle Frage des Pilatus an Jesus: „Was ist Wahrheit?“ Sie scheint sogar aktueller denn je. Es wird etwa im politischen Betrieb geradeheraus gelogen und so lügend wird dem anderen unterstellt, dass er lüge. Aber: Ist es nicht ehrlicher, offen zu lügen, als mit diplomatischen Verschleierungen die Unwahrheit zu sagen? Andererseits: Was wäre wirklich los in unserem Miteinander, wenn jeder nichts als die Wahrheit ausspräche? Die Antwort Jesu, dass er „Weg, Wahrheit und Leben“ sei, zeigt, dass sich Wahrheit im Glauben nicht in einem 1+1=2 erschöpft. Auch die großen Werke der Kultur treten mit einem Wahrheitsanspruch an uns heran. Start der Reihe mit fünf Online-Vorträgen, die Birgit Schultheiß und Dr. Wolfgang Steffel halten, ist am Dienstag, 4. Mai, 19.00 Uhr zum Themenfeld Wahrnehmung und Kommunikation. Es folgen philosophische Wahrheitstheorien (20.05.), die politische Dimension (08.06.), die Wahrheitskonzeption in Bibel und Theologie (24.06.) sowie der Wahrheitsgehalt von Klassikern in Literatur, Musik und Kunst (13.07.). Einen Link für die Zoom-Konferenz und eine Telefonnummer zum Mithören erhalten Interessierte über Tel.: 0731/9206010 und E-Mail: dekanat.eu@drs.de.

Credo-Musik-Projekt zu Arvo Pärts (*1935) Berliner Messe

Am Sonntag, 20. Juni, 14.30 Uhr erschließt Dr. Wolfgang Steffel in einem Gebet mit ausgewählten eingespielten Hörbeispielen in der Basilika St. Martin, Kloster Ulm-Wiblingen, geistliche Musik von Arvo Pärt. Leitend ist der Titel „Ikonenlicht und Glockenklang“. Der Komponist aus Estland will mit seiner archaischen, reduzierten und einfachen Tonsprache eine Brücke zwischen Ästhetik, Ethik und Spiritualität schlagen. „Es genügt, wenn ein einzelner Ton schön gespielt wird. Dieser Ton, diese Stille oder das Schweigen beruhigen mich. Ich arbeite mit wenig Material. Ich entwickle die Musik aus einem Dreiklang, einer bestimmten Tonqualität.“ Diese Worte von Arvo Pärt passen sehr gut zum Credo-Musik-Projekt, bekennt sich der Gläubige im Credo doch zur Dreieinigkeit, die gewissermaßen ein Konzert des Ja-Sagens in Gott ist. Der Vater sagt ja zum Sohn, der Sohn ja zum Vater, der Vater und Sohn ja zum Geist, der Geist ja zum Vater und Sohn: gegenseitiges Ja-Sagen in Gott. Einbezogen werden das Credo von 1968, in dem die Feindesliebe als Kerngedanke des Christentums besungen wird, ein O-Antiphon zum Magnifikat mit deutschem Text sowie kontemplative Passagen aus dem altslawischen Kanon Pokajanen.


Die „Philothea“ von Franz von Sales

Am Dienstag, 29. Juni, 19.00 Uhr geht es bei den „Ignatianischen Impulsen“ in der Kirche St. Michael zu den Wengen in Ulm um ein wichtiges geistliches Übungsbuch, das in enger Beziehung zu den Exerzitien des Ignatius von Loyola steht. Denn neben der Bibel und der „Nachfolge Christi“ des Thomas von Kempen zählt die „Philothea“ des Franz von Sales (1567-1622) zu den meistgelesenen Büchern des Christentums. „Philothea“ bedeutet die Gott liebende Seele und ist nach dem Originaltitel auch als „Anleitung zum frommen Leben“ bekannt. Der Autor schreibt nicht zuerst für Ordensleute, sondern für jene, „die mitten in der Welt, in den Städten, im Familienkreise leben“ und die ob der Zwänge des Alltags oftmals nicht einmal den Mut hätten zu denken, dass man ein frommes Leben führen könne. Aber Gott in allem suchen, bedeutet auch schon bei Ignatius, ihn mitten im Alltag zu finden. Ähnlich wie in den ignatianischen Exerzitien geht es um die rechte Entscheidungsfindung, die Einübung der Demut, den geistlichen Trost und eine intensive Selbsterforschung.

Das Glück und das Christentum

Am Montag, 5. Juli, 19 Uhr spricht der Philosoph Andreas Geiger in einem Online-Vortrag über „Das Glück in der Psychologie: Flow“. Im Mittelpunkt stehen die Überlegungen von Mihaly Csikszentmihalyi (*1934). Der aus Ungarn stammende amerikanische Psychologe entwickelte die Theorie des „Flow“ (englisch: Fließen) als Konzept des Glücks. Dazu wurde er inspiriert, als er Künstlern bei der Arbeit zusah. Er sah die Personen in einem scheinbar mühelos fließenden Tun, völlig glückselig und absorbiert von ihrer Aufgabe. Durch Befragung von Schachspielern, Kletterern, Chirurgen und Komponisten kristallisierten sich verschiedene Kennzeichen des Flow heraus. Anschließend kommt der Philosoph Geiger mit dem Theologen Dr. Wolfgang Steffel ins Gespräch. Anders als bei der griechischen Eudaimonia eines Platon oder der Stoiker ist im Neuen Testament zwar nicht ausdrücklich vom „Glück“ die Rede, dennoch stellt sich die Frage, ob nicht im Leben der Mystiker oder gläubiger Menschen heute Flow-Erfahrungen möglich sind. Steffel sieht den Flow darin, etwas Gewöhnliches mit außergewöhnlicher Hingabe zu tun. Dass diese Hingabe nicht nur Leidenschaft, sondern auch Leiden einschließt, legt das Christentum um der Wahrheit der ganzen Wirklichkeit willen hinzu. Einen Link für die Zoom-Konferenz und eine Telefonnummer zum Mithören erhalten Interessierte über Tel.: 0731/9206010 und E-Mail: dekanat.eu@drs.de.